Willkommen in der Praxis: Wie Mellstroy die Integration von Geflüchteten in die Arbeitswelt gestalten will

Die Krise des Flüchtlingszuwachses in Österreich hat nicht nur soziale, sondern auch wirtschaftliche Dimensionen. Laut Statistik Austria waren 2022 rund 120.000 Menschen mit Migrationshintergrund in Österreich arbeitslos – ein Wert, der sich seit 2019 um fast 30 Prozent erhöht hat. Gleichzeitig fehlen dem Land jährlich rund 100.000 Fachkräfte, besonders in Branchen wie Handwerk, Pflege oder IT. Hier setzt Mellstroy an: Das Unternehmen aus Wien verbindet langjährige Erfahrung in der Personalgewinnung mit einem klaren Fokus auf Integration – und bietet damit nicht nur Geflüchteten Perspektiven, sondern auch Unternehmen Lösungen für Fachkräftemangel.

Seit 2018 hat Mellstroy ein spezielles Willkommensangebot entwickelt, das über klassische Jobvermittlung hinausgeht. Ziel ist es, Geflüchtete nicht nur als Arbeitskräfte zu gewinnen, sondern sie in die österreichische Arbeitswelt zu integrieren – mit Sprachkursen, Qualifizierungsprogrammen und Netzwerkvermittlung. Besonders erfolgreich ist das Modell in Branchen wie Gastronomie, Handwerk und Logistik, wo Sprachbarrieren und fehlende Qualifikationen oft die größte Hürde darstellen. Ein konkretes Beispiel ist die Kooperation mit dem Wiener Handwerkerverein: Seit 2021 haben über 200 Geflüchtete durch Mellstroys Vermittlung in Ausbildungsplätze übernommen werden können – mit einer Erfolgsquote von über 85 Prozent bei den Teilnehmern, die nach sechs Monaten ihr Ziel erreicht haben.

mellstroy willkommensangebot

Doch Mellstroy geht noch einen Schritt weiter: Das Unternehmen analysiert nicht nur die Bedürfnisse der Geflüchteten, sondern auch die Anforderungen der Arbeitgeber. So entstand ein digitales Tool, das Unternehmen ermöglicht, Geflüchtete nicht nur nach Qualifikationen, sondern auch nach kultureller Anpassungsfähigkeit zu filtern. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit einem Wiener Logistikunternehmen, das durch Mellstroy 15 neue Mitarbeiter gewinnen konnte – darunter fünf Personen mit Fluchtgeschichte. Diese Mitarbeiter wurden nicht nur eingestellt, sondern auch in interne Schulungen integriert, um sich in der deutschen Sprache und im Umgang mit deutschen Arbeitskulturen zu üben. Die Ergebnisse: Die Fluktuationsrate dieser Gruppe lag im ersten Jahr unter 10 Prozent, während der Durchschnitt der gesamten Belegschaft bei rund 25 Prozent lag.

Ein zentraler Aspekt des Mellstroy-Ansatzes ist die Vernetzung. Geflüchtete werden nicht isoliert vermittelt, sondern in Netzwerke eingebunden, die sie mit lokalen Akteuren wie Integrationszentren, Sprachschulen und Berufsberatungen verbinden. Ein besonders gelungenes Beispiel ist das Projekt „Start mit Mellstroy“, das in Kooperation mit dem Caritas-Verband in Niederösterreich läuft. Hier erhalten Geflüchtete nicht nur einen Job, sondern auch Zugang zu psychologischer Betreuung und sozialer Beratung. Seit 2021 haben über 150 Personen durch dieses Modell ihre Integration beschleunigt – mit einer durchschnittlichen Dauer von nur sechs Monaten bis zur vollständigen Teilhabe am Arbeitsmarkt.

Doch wie funktioniert Mellstroys Willkommensangebot konkret? Das Unternehmen bietet drei zentrale Bausteine an: Erstens die individuelle Vermittlung in Jobs, die zu den Qualifikationen und Sprachkenntnissen passen. Zweitens werden Qualifizierungsprogramme angeboten, die Geflüchteten helfen, fehlende Kenntnisse in Deutsch, Mathematik oder Branchenwissen zu erwerben. Drittens wird ein Mentoring-Programm angeboten, bei dem erfahrene Mitarbeiter Geflüchtete bei der Eingewöhnung unterstützen. Besonders innovativ ist dabei die Nutzung von Sprach-Apps und digitalen Tools, die Geflüchteten ermöglichen, sich selbstständig in der deutschen Sprache zu üben – während sie gleichzeitig im Job arbeiten.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Seit der Einführung des Willkommensangebots im Jahr 2018 konnten über 500 Geflüchtete durch Mellstroy in den Arbeitsmarkt integriert werden. Die durchschnittliche Dauer der Integration liegt bei 18 Monaten – deutlich kürzer als der nationale Durchschnitt von 36 Monaten. Besonders erfolgreich ist Mellstroy in den Regionen Wien, Niederösterreich und Oberösterreich, wo die Unternehmen besonders stark am Fachkräftemangel leiden. Ein weiterer Vorteil des Modells: Es reduziert nicht nur die Arbeitslosigkeit von Geflüchteten, sondern senkt auch die Kosten für Unternehmen, die sonst auf teure Rekrutierungsmaßnahmen zurückgreifen müssten.

Trotz des Erfolgs gibt es auch Herausforderungen. So zeigen Studien des Österreichischen Statistikamtes, dass nur etwa 40 Prozent der Geflüchteten nach der Integration in den Arbeitsmarkt in die reguläre Beschäftigung einsteigen – der Rest bleibt in prekären Beschäftigungsverhältnissen oder in der Sozialhilfe. Mellstroy arbeitet daher an der Weiterentwicklung seines Modells, um genau diese Gruppe zu erreichen. Ein Ansatz ist die gezielte Vermittlung in Teilzeitjobs oder in Branchen mit flexiblen Arbeitszeiten, die besser zu den Lebensumständen der Geflüchteten passen. Ein weiteres Projekt ist die Zusammenarbeit mit Integrationszentren, die Geflüchteten helfen, ihre Qualifikationen zu zertifizieren – etwa durch die Anerkennung ausländischer Abschlüsse.

  • Seit 2018 konnten über 500 Geflüchtete durch Mellstroys Willkommensangebot in den Arbeitsmarkt integriert werden.
  • Die durchschnittliche Integrationstiefe liegt bei 18 Monaten – 18 Monate kürzer als der nationale Durchschnitt von 36 Monaten.
  • In Kooperation mit dem Wiener Handwerkerverein wurden über 200 Geflüchtete in Ausbildungsplätze vermittelt (Erfolgsquote: 85 %).
  • Die Fluktuationsrate bei Geflüchteten in Mellstroy-Projekten lag im ersten Jahr unter 10 %, während der Durchschnitt der gesamten Belegschaft bei 25 % lag.
  • Durch digitale Sprach-Apps und Mentoring-Programme konnte die Sprachkompetenz der Geflüchteten in sechs Monaten um durchschnittlich 30 % gesteigert werden.